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HERBSTREISE ZUR KULTUR

AUF DEN SPUREN GOYAS DURCH ARAGÓN

Das Schaffen eines der berühmtesten Maler Spaniens ist zweifelsohne eng mit Madrid verbunden. Seine Wurzeln aber hatte Francisco de Goya in Aragonien. Reisende können seinen Spuren von seiner Geburtstadt Fuendetodos aus auf einer Route durch ein nahezu unbekanntes Spanien folgen.

Die Biographie dieses groβen in Aragonien geborenen Genies der Malerei teilt sich auf in ein Davor und ein Danach zweier Ereignisse, das eine historischer, das andere persφnlicher Art, die fόr sein Leben und sein Werk prδgend waren. Der Unabhδngigkeitskrieg gegen die franzφsischen Invasoren und der langsame, aber stete Verlust seines Gehφrsinns. Goyas Malerei verδnderte sich im Laufe seines Lebens von den freundlichen, liebenswerten Alltagsszenen und religiφsen Bildern bis hin zu einem sehr individuellen Werk, in dem nicht selten der Sarkasmus, die Bitterkeit und eine ungefesselte Wut zum Ausdruck kamen. Von den Vorlagen fόr Wandteppiche bis zu den Blendwerken der “Quinta del Sordo” – dem “Landhaus des Tauben”. Von den farbensprόhenden Fresken der Pilar-Kirche in Zaragoza bis zu den Illustrationen der Kriegsdesaster und Torheiten. Kunstinteressierte Reisende finden in seinem Geburtsland Aragonien, den Spuren des Malers folgend, beide Gesichter seiner Kunst.

Der Ausgangspunkt der Goya-Route ist Fuendetodos, ein kleiner Ort südlich von Zaragoza. Das verschlafene mittelalterliche Dorf inmitten der weiten Ebenen Aragoniens mit seinen engen Gassen und anheimelnden Plätzen wäre kaum bekannt, wenn nicht am 30. März 1746 hier Francisco de Goya als Sohn eines Retabelvergolders das Licht der Welt erblickt hätte. An der heutigen Plaza de Goya steht das Haus, von dem man annimmt, daβ Goya dort geboren wurde. Gebaut zu Beginn des 18. Jhs. gehφrte das Gebδude der Familie von Gracia Lucientes, der Mutter des Kόnstlers. Es beherbergt eine Anzahl von Utensilien und Mφbelstόcken aus der Mitte des 18. Jhs. und einige Ausstellungsrδume, in denen der Besucher eine gelungene Einfόhrung in das Leben und das Werk des Kόnstlers erhδlt. Zweifelsohne von groβem Interesse fόr Bewunderer Goyas ist das 1989 erφffnete Museum seiner Radierungen, in denen das bereits gereifte Schaffen Goyas, seine satirische Kritik an der Gesellschaft und die Anklage gegen die grausamen Folgen des Krieges zum Ausdruck kommt.

Etwa im Jahr 1772 erhielt Francisco de Goya den Auftrag, die vier Hängezwickel der damals neu errichteten Wallfahrtskapelle Nuestra Señora de la Fuente im ehemals maurischen Ort Muel auszuschmücken. Thema der Arbeit war “Los Doctores de la Iglesia” – “Die Kirchenväter”. Das besondere an dieser Arbeit ist das Farbenspiel, das sich von einem wilden Ausbruch an leuchtenden Farben allmählich in einer unvergleichlichen Farbskala bis zur völligen Düsterheit verdunkelt. Die gleiche Thematik mit demselben prachtvollen Farbenspiel findet sich in der Pfarrkirche von Remolinos, einem weiteren Ort auf der Goya-Route. Aber zunächst ist Muel der nächste Ort, den es sich lohnt zu besuchen, kann man hier noch dazu die wunderschöne charakteristische blau-weiβe Keramik bewundern, die vom 15. bis 18. Jh. in diesem Ort ihre Blόte erlebte.

Von Muel aus geht es nach Zaragoza, der Hauptstadt der autonomen Region Aragonien, wo Goya als Kind die Schule besuchte und sein Vater und später auch er selbst eine Werkstatt besaβen, bevor er 1775 nach Madrid όbersiedelte. Zwischen 1780 und 81 bemalte er die Kuppel der Pilarkirche. Die Fresken der “Regina Martyrum”, der “Kφnigin der Martyrer” gelten bis heute als eine der besten Arbeiten Goyas. Anfang des 18. Jhs. kehrte er fόr eine kurze Zeit in die Stadt zurόck und  erhielt dort die Eindrόcke vom Hunger und der Not in der vom Krieg zerstφrten Stadt, die sich spδter in einem groβen Teil seines Werkes wiederfinden. Die Radierungen, die von den Desastern des Krieges zeugen, findet man vor allem im Museum Camσn Aznar in Zaragoza. Einen ganz anderen Eindruck vermitteln die Portrδts der Kφnigsfamilie, die Goya wδhrend seiner Zeit als Hofmaler anfertigte und die neben anderen wichtigen Werken des Kόnstlers wie “Die Dame mit Mantilla” im Museum der Schφnen Kόnste in Zaragoza zu sehen sind. Aber nicht nur seine Werke wird man in Zaragoza besuchen. Die Stadt, die auf eine όber 2000-jδhrige Geschichte zurόckblickt, bietet entlang ihrer Strassen und Plδtze einige prachtvolle und sehenswerte Gebδude, wie die Kathedrale La Seo, der Torreσn de la Zuda aus moslemischen Zeiten oder den Aljaferνa-Palast, der heute Sitz des Regionalparalaments von Aragonien ist.

Von Zaragoza aus sind es nur 11 Kilometer bis zum Karthäuserkloster Aula Deí. In diesem bedeutenden Klosterkomplex aus dem 16. bis 18. Jh. befinden sich sieben von einst 11 Wandgemälden Goyas, die er im Jahr 1774 in Öl anfertigte. Leider ist es aufgrund der strengen Vorschriften des Karthäuserordens, der noch heute das Kloster bewohnt, nur männlichen Besuchern gestattet, die Werke des Meisters hier zu bewundern.

Von Aula Deí aus führt der Weg durch die Vorpyrenäenlandschaft nun nach Huesca in den oberen Teil Aragoniens, wo die Landschaften grüner und gebirgiger werden bis sie im Norden der Region in die mächtigen Dreitausender der Pyrenäen münden. Huesca, die frühere Hauptstadt des Königreichs Aragonien hat sich bis heute ihren herrschaftlichen Charakter bewahrt. Die Altstadt der knapp 45.000 Einwohner zählenden, gemütlichen Kleinstadt, steht auf einem Hügel und inmitten der steil ansteigenden Gässchen erhebt sich die gotische Kathedrale Huescas. Im Provinzialmuseum, das in der früheren Residenz der Könige von Aragón untergebracht ist, finden sich einige bedeutende Werke Goyas, unter anderem einige in Öl gemalte Porträts, Radierungen und die eindrucksvollen Lithographien von Stierkampfszenen “Los Toros de Burdeos”. Natur- und Landschaftsliebhabern sei von Huesca aus ein Abstecher in die zauberhaften Pyrenäentäler von Ansó und Hecho und in das Valle de Tena geraten.

Wieder auf den Spuren Goyas geht es zurück Richtung Zaragoza nach Pedrola und Remolinos. Den Palast der Herzöge von Villahermosa in Pedrola soll Cervantes als Schauplatz für einige Kapitel seines “Don Quijote” gewählt haben. Aber nicht nur das Gebäude von auβen ist sehenswert, sondern auch die Kunstsammlung in seinem Inneren, unter der sich auch einige Werke des aragonesischen Malers befinden, wie die Aquatinta des “Kolosses” oder “Der Maskenball”. Von Remolinos, wo die Pfarrkirche, wie bereits oben erwδhnt, Fresken von Goya enthδlt, kann man nun am Rνo Jalσn entlang nach Calatayud fahren, eine wahrscheinlich schon vor den Zeiten der Rφmer gegrόndeten Stadt, die aber erst wδhrend der maurischen Herrschaft und mit dem Bau der Festung Ayyub eine bedeutende militδrische Rolle spielte. Calatayud ist heute ein hervorragendes Beispiel typischer aragonesischer Baukunst gepaart mit der Hinterlassenschaft maurischer Bauwerke und des Mudιjarstils. άppigen Barock dagegen findet man in der Kirche San Juan el Real, in der Goya 1766 als eines seiner ersten Werke wiederum die Hδngezwickel der Kuppel mit Bildnissen von den Kirchenvδtern bedeckte. Womit sich der Kreis wieder schlieβt, nachdem man sich von Fuendetodos aus aufmachte bis in das obere Aragonien nach Huesca hinauf, um das Werk und die Wurzeln eines der grφβten Kόnstler Spaniens zu entdecken.

Informationen über Aragonien sind in den spanischen Fremdenverkehrsämtern erhältlich.

Zur Kirschblüte ins Tal des Jerte

Der Frühling ist die schönste Zeit für eine Reise in die Täler der nördlichen Extremadura, nur knapp 200 km von Madrid entfernt

Das Zentrale System der Kastilischen Kordillere hinter sich lassend, erreicht man über die bewaldeten Berghänge der Sierra de Gredos die fruchtbaren Täler der nördlichen Extremadura. Die Täler, drei an der Zahl, zeichnen sich durch eine wunderbare grüne Landschaft mit üppiger Vegetation aus. Flüsse und sprudelnde Bäche durchziehen sie, immer wieder lässt es sich wunderbar an einem der, über die Felsvorsprünge plätschernden kleinen Wasserfälle verweilen. Kleine Dörfer, an denen die Zeit vorbeigegangen zu sein scheint,  liegen verstreut in den Tälern.

Eines der schönsten Dörfer im Ambroz-Tal ist Hervás mit seinen roten Ziegeldächern und für diese Region typischem Fachwerk, die Holzbalkone liebevoll mit Blumen geschmückt. Stille liegt über den schmalen Gassen des ehemaligen Judenviertels, nur der kleine Brunnen auf der lauschigen Plaza plätschert leise vor sich hin in der Morgensonne. Über steile Kurven geht es weiter die schmale Strasse hinauf über den Puerto de Honduras-Pass und direkt hinunter in das angrenzende Jerte-Tal, das Valle de Jerte. Es ist Frühling, die schönste Zeit, um dieses Tal zu erkunden, denn jetzt erblickt man, wohin man schaut, Felder und Wiesen im blendenden Weiss. Hier inmitten dieses sattgrünen Tals blühen bis in den April hinein Tausende von Kirschbäumen. Das Anhalten lohnt, um die Blütenpracht zu bewundern und den summenden Insekten in den süβen Blόten zu lauschen. Rundum blickt man auf die teilweise noch schneebedeckten Gipfel der Sierra de Gredos.

Tornavaca ist die nächste Station, und das Gebiet, in dem der Rio de Jerte entspringt und sich dann über Felsen und durch Wiesen hinab ins Tal schlängelt. In den ländlichen Restaurants der Gegend kann man die herrlichen Forellen probieren, die sich in diesem klaren Fluss tummeln. Auf den oft dicken Geröllbrocken, die im Fluβbett im Tal liegen, sonnen sich im Sommer die Einwohner und Besucher der Gegend. Hier, weiter unten im Tal bei Jerte in der Garganta del Infierno, der Hφllenschlucht, lockt das milde ganz-jδhrige Klima auch in der heiβen Jahreszeit zahlreiche Wanderer und Ausflόgler. In Cabezuela del Valle angekommen, tut auf der von Arkaden umgebenen Plaza eine Rast gut.

Nicht weit von Cabezuela del Valle entfernt, begibt man sich auf seiner Weiterreise schon in das dritte Tal, das Vera-Tal, von dem der Schriftsteller Miguel de Unamuno behauptete, dass es kaum ein Tal gebe, das “reiner spanisch” sei, wo in der Pedro Charte-Schlucht wieder erfrischendes Wasser von den Felsen sprudelt und wo im Sommer sicherlich mancher Ausflügler Lust auf ein Bad in den Naturbecken bekommt. Aber noch ist April und der Weg führt weiter über Cuacos de Yuste mit dem prachtvollen Herrschaftshaus der Habsburger, der Casa de Juan de Austria, und herrlichen kleinen Plazas, bis hinauf durch eine waldreiche Gegend zum Kloster Yuste, dem Altersruhesitz von Karl V. Noch heute blickt man von seinem ehemaligen Wohnzimmer hinunter auf die Blumen und Bäume und geniesst die Stille der einsamen Landschaft.

Von hier ist es nicht mehr weit bis Jarandilla de la Vera, wo man im ehemaligen Palast der Condes de Oropesa, heute wohl einer der schönsten Paradores des Landes, von seiner Tour ausruhen und übernachten kann.

Informationen über die Extremadura und die oben beschriebenen Landschaften in den spanischen Fremdenverkehrsämtern.

Autor: Spanisches Fremdenverkehrsamt

 

 

Die Karwoche in Kastilien

In der Karwoche versinken die Städte Kastiliens in Schwermut und feierliche Stille

Ein Besuch in Zamora und Valladolid

Die Frühlingssonne liegt über Zamora und läßt die kalten Wintertage des kastilischen Nordens vergessen. Das erste Grün zeigt sich an den Bäumen und in den Gärten der kleinen Stadt am Ufer des Duero, die mit ihrer Burg, den romanischen Kirchen und Renaissance-Palais, den engen kopfsteingeplfasterten Straßen und der alles beherrschenden byzantinischen Kuppel der Kathedrale ihr faszinierendes mittelalterliches Ambiente bewahrt hat. In diesen Gegenden, in denen der Duero die “Tierra de Pan“, das “Brotland“ im Norden von der “Tierra del Vino“ - dem Weinland trennt, finden sich noch heute uralte Sitten und Gebräuche, die die zahlreichen Traditionen der Autonomie-Region Kastilien-León bereichern.

Eine der vielen noch immer lebendigen Traditionen erfährt man gerade in dieser Zeit des Frühlingserwachens, wenn Zamora wie viele kastilische Städte in die Schwermut der kastilischen Karwoche versinkt, die sich in vielem unterscheidet von den bekannten andalusischen Passions-Geschehnissen der “Semana Santa“. Dort im warmen, lebensfrohen Andalusien erklingt die “Saeta“, ein flamencoähnlicher Gesang, lautes Klagen und Rufen, hier in Kastilien sind es Prozessionen der Einkehr, eine mystische Stimmung, die für 10 Tage zwischen dem Freitag vor Palmsonntag und dem Ostersonntag die Städte zu lähmen und sie mit einer Glocke der Stille, nur unterbrochen von Klagegesängen aus Hunderten von Männerkehlen und Trommeln zu umhüllen scheint.

Die mittelalterlichen Gassen sind gesäumt von Menschen, wenn zwei in schwarze, das Gesicht verhüllende Kapuzen und lange Gewänder gekleidete Mitglieder einer der 16 Bruderschaften ihre Brüder zum Gebet und zur Teilnahme an der kurz darauffolgenden Prozession aufrufen. Sie tun dies mit dem rufenden Klang eines Horns und dem Schlagen einer Trommel. Dieses seltsame Paar, das jede Prozession in dieser Woche ankündigt, wird “Merlú” genannt, ein Wort dessen Ursprung unbekannt ist. Den Anfang der eigentlichen Prozession dann macht der “barandales“, der Anführer der Prozession. Auch er ist mit einer Kutte bekleidet, den Kopf mit einer Kapuze bedeckt. In jeder Hand hält er eine Glocke, deren feiner Klang die feierliche Stille durchdringt. Er eröffnet die Prozession mit den “Pasos”, Heiligenbilder und -statuen, die Szenen aus der Passionsgeschichte erzählen und auf schweren Tragegestellen von den Mitgliedern der Bruderschaft durch die Straßen getragen werden. Diese Bruderschaften haben sich  für wohltätige und soziale Zwecke zusammengeschlossen. Ihre Hauptaufgabe und ihr Jahreshöhepunkt besteht darin, die alljährlichen Semana Santa-Prozessionen auszurichten. Ihre Mitglieder ziehen als Büßer in weie oder dunkle Kutten gekleidet, und mit meist die Gesichter verhüllenden Kapuzen stundenlang schweigend entlang der Häuserreihen, über die Plätze und Gassen Zamoras. Die Laternen, die sie in der Hand tragen, leuchten in der sternenklaren Nacht.

Meist beginnen die Prozessionen am späten Abend an der Kirche des Schutzpatrons der jeweiligen Bruderschaft, führen bis zur Kathedrale, wo ein Bugottesdienst stattfindet, und enden erst spät nach Mitternacht oder in den frühen Morgenstunden wieder an der eigenen Kirche. Jede der Bruderschaften hat ihre ganz eigenen Charakteristiken und Riten entlang ihres Weges. So bringt die eine bei einem Halt auf dem Friedhof ein feierliches Blumenopfer im Gedenken an die Verstorbenen Zamoras dar, eine andere trägt eine riesige Glocke durch die Straßen, die mahnend schlägt. Die wenigen Geräusche, die Musik, der Klang der Glocken und Trommeln ist charakteristisch für die Karwoche Kastiliens. Den meisten Zuhörern läuft ein Schauer über den Rücken, wenn inmitten der Nacht des Gründonnerstags ein hunderstimmiger Männerchor auf den alten kastilischen Plazas ertönt und ihre Stimmen klagend von den jahrtausendealten Mauern wiederhallen.Dies sind die zweifelsohne mystischen, unwirklichen, ja fast gespenstischen Augenblicke, wenn jene Stimmen durch die Nacht klingen, wenn der Ruf “Jerusalem“ ertönt, die Dunkelheit auf der Plaza Santa Lucía unterbrochen wird von Hunderten von Laternen und Taschenlampen und den leuchtend weißen Mönchskutten der Büßer. Am Karmittwoch erschallt in der Nacht das “bombardino“, ein langgezogener Klagelaut von Fagotten. Dazu hört man in der ganzen Woche immer wieder die rasselnden Laute von Klappern und Scharren, die immer wieder vom Ton feiner Glöckchen begleitet werden. Und all das wird übertönt von den Trommeln, dem charakteristischsten Instrument der kastilischen Karwoche und den Glocken Zamorras, die immer wieder in langsam mahnendem Rythmus von den Türmen erschallen. Diese Laute, die Stille, das heisere Knarren der schweren Kreuze, die über die Kieselsteine geschleppt werden, die Schwermut, sie alle sind vergessen mit den Bollerschüssen, mit der Zamora am Sonntagmorgen unter strahlend blauem Himmel auf der Plaza Mayor das Osterfest willkommen heißt.

Die Karwoche von Zamora wurde zum Ereignis von Internationalem Touristischen Interesse erklärt. Weitere interessante Prozessionen und Passionsspiele finden in den Nachbardörfern Toro und Berciano de Aliste statt, wo am Karfreitag die Kreuzigung und das Begräbnis von Christus nachgespielt werden.

Büßer hoch zu Roß in Valladolid

Kunstinteressierten sei geraten, sich etwas weiter nordöstlich am Duero entlang, nach Valladolid zu begeben. Auch in der Stadt, in der sich die Katholischen Könige vermählten und in der Christoph Kolumbus starb, ist die Karwoche geprägt von feierlicher Stille unterbrochen von Trommelwirbeln. Vor allem aber sind die Pasos, die religiösen Heiligenfiguren, die hier in großer Anzahl durch die Straßen getragen werden, berühmt. Zu den schönsten Kunstwerken zählen die “Pasos der Sieben Worte“, die gemäß der Überlieferung Jesus am Kreuz gesprochen haben soll. Hinzu kommen die meisterhaft gearbeiteten Christusfiguren von meist kastilischen Künstlern, die Christus am Kreuz, liegend oder bei der Kreuzabnahme darstellen. Kunstinteressenten sei ein Besuch der zahlreichen Kirchen empfohlen, die in der Karwoche Kunstwerke aus ihren Schatzkammern ausstellen. Der größte Teil der Pasos wird am Freitag vor Palmsonntag bei der großen Eröffnungsprozession durch die Stadt getragen. Charakteristisch für Valladolid sind außerdem die Büßer in ihrer weißen Tunika mit blutroter Kapuze zu Pferde. Wenn man sich während der Karwoche in Valladolid befindet, sollte man auf keinen Fall den Karfreitag versäumen. Schon Stunden vor Mitternacht sieht man die Reiter mit ihren roten Kapuzen durch die Straßen und über die Plätze reiten. Sie verkünden dann den feierlichsten Akt dieser Woche, der um Mitternacht auf der Plaza Mayor stattfindet: Der “Sermón de las Siete Palabras“, die “Predigt der Sieben Worte“, eine alte Tradtion, die an die letzten Worte Jesus vor seinem Kreuzestod erinnern soll.

Valladolid und Zamora, Toro, Tordesillas, Medina del Campo oder Medina del Rioseco, sie alle sind geschichtsträchtige Orte inmitten von Kastilien, selbst eine Region voller Traditionen und uralter Bräuche. Gerade in der Semana Santa scheint die Geschichte und die Mystik dieser Region, ihre Legenden und Sagen, die ihre uralten Mauern und Wappen erzählen, allgegenwärtig und lebendig.

Autor: Spanisches Fremdenverkehrsamt

 

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